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November

Autor: Lennard | Datum: 27 November 2016, 13:00 | 2 Kommentare

Was ist eigentlich im November so passiert?

LENNARD SCHREIB MAL WIEDER EINEN BLOG.

Am 4.11.2016 sind wir nach Keta zum Hogbetsotso Festival gefahren. Wir sind Rebekka, Joel (ein Freund) und ich.

Das Festival wird zum Gedenken an die Historie im Ewe Volk gefeiert.

In Notse herrschte der König Agokoli über das Ewe Volk. Hier wird Agokoli als „wicked King“ bezeichnet. Um dem König zu entfliehen, sind die Menschen rückwärts davongelaufen,damit es aussieht als ob diese vorwärtslaufen würden.

Das Fest wird eine Woche lang gefeiert, wobei der Hauptteil am Samstag stattfindet. Der Samstag fängt an mit „Magie Auftritten“. z.B. Wie sich Leute ein Auge raus nehmen und es wieder einsetzen; wie ein Baum gepflanzt wird und er in 20min ausgewachsen ist oder wie sich jemand die Hand abhackt und die etwas später wieder da ist ( für diesen Teil sind wir eigentlich zu dem Festival gefahren). Der zweit Teil sind Traditionelle Tänze. Bei diesen wird dann auch rückwärts gelaufen. Und am Schluss gibt es noch Reden.

 

Wir sind nach der Schule dann los nach Keta gefahren. Als es um die Wahl des Transportmittels ging, meinte Joel er möchte ein schnelles Auto. Dementsprechend sind wir nicht mit einem Trotro, wie üblich, sondern mit einem shared Taxi gefahren. Und das war dann auch schnell. Also sind wir zeitnah angekommen.

Nach unser Ankunft haben wir uns eine Unterkunft gesucht. Dafür das diese sehr billig war (15cedi = 3,50Euro für eine Nacht), war sie sehr gut. Nur die „Toilette“ war gewöhnungsbedürftig.

Am Abend sind wir dann noch zu einer Bühne gefahren, wo Musik gespielt wurde und ein paar Auftritte waren.

Nach einer nicht so erholsamen Nacht, da ich nicht unterm Ventilator lag und mir so viel zu heiß war, sind wir dann Frühstücken gegangen und dann erst mal zum Strand. Dort haben wir uns dann die Füße am Sand verbrannt und Sonnenbrand gab es noch gratis hinzu.

Nach dem Strand sind wir dann zum Festival und mussten enttäuschter Weise feststellen, dass die ganzen Magie Auftritten schon Morgens waren. Da uns das aber niemand gesagt hatte war dann unser eigentlicher Plan für Keta gelaufen und wir konnten uns noch die Reden auf Ewe anhören. Nicht so Toll.

Am Abend waren wir wieder am Strand und haben uns die Sterne angesehen.

Am letzten Tag waren wir dann schwimmen und sind danach zurück nach Ho gefahren.

Alles in allem ein sehr schönes Wochenende.

 

 

Am 12.11.2016 dachten wir uns einen kleinen Wochenend Ausflug zu machen. Dieser ging zum Adaklu Mountain mit 500 Höhenmeter. Der Berg ist auf der einen Seite fast Senkrecht und auf der anderen Seite steigt langsam an. Wir sind von einer entspannt Wanderung am langsam ansteigenden Ende ausgegangen. Also sind wir dann mit dem Taxi los zum Berg gefahren und mussten feststellen, dass die Wanderung die fast senkrechte Stelle hochgeht und das bei 35 Grad.

Wir sind dann von der Straße los zu einem Dorf gelaufen, welches schon etwas höher lag. Und schon auf der Strecke habe ich sosehr geschwitzt wie noch nie zuvor. Von dem Dorf aus waren es dann noch 400 Höhenmeter bis zur spitze. Diese weg war nicht leicht zu wandern. Teilweise musste man an Steinwänden mit Seil hochklettern. Als wir dann endlich oben waren, war ich mir nicht sicher ob sich die Wanderung für die Aussicht gelohnt hat, da es ziemlich diesig war. Auf dem Rückweg habe ich mir dann noch meinen ersten Krampf geholt. Trotzdem war es im Nachhinein ein schöner und lustiger Ausflug.

 

 

Am 18.11.2016 sind wir dann wieder zu einem Festival nach Ve-Deme gefahren. Das Festival hat an sich eine ähnliche Geschichte wie das Festival in Keta. Es geht auch darum, dass das Volk vor dem König fliehen möchte aber in der Erzählweise liegt ein anderer Schwerpunkt. Hier wird erzählt, dass der König um das ganze Gebiet eine Mauer gebaut hat, damit niemand fliehen kann. Um zu fliehen sollen die Frauen, nachdem sie gewaschen haben, immer das Waschwasser an einer bestimmten Stelle gegen den Wall gekippt haben, bis der Wall dort immer dünner und dünner wurde. Irgendwann war der Wall dann so dünn bis man ihn durchbrechen und somit auch fliehen konnte.

Das Festival geht auch eine Woche wobei am Freitag der Höhepunkt ist. Hier gibt es auch erst Traditionelle Tänze bis später Symbolisch ein errichteter Wall durchbrochen wird.

 

 

Vom 25 bis zum 26.11 sind wir nach Accra gefahren um dort die Hochzeit von dem Bruder von unserm Mitbewohner zu feiern. Da wir erst nach der Schule fahren konnten, haben wir leider die Traditionelle Hochzeit verpasst und nur die Kirchliche mitbekommen. Der Bräutigam ist Pfarrer und deshalb haben wir uns sehr gewundert, dass er auch traditionell geheiratet hat. Im Grunde ist dann die Hochzeit wie eine Deutsche Hochzeit abgelaufen. Nur das nachher bei dem Fest die ganze Kirche eingeladen wurde und somit auch die Feier einfacherer als eine Deutsche mit Freunden und Verwandten gehalten wurde.

 

Sonst habe ich den Monat fleißig Unterrichtet und mir meine ersten zwei Hemden schneidern lassen.

Hier fängt jetzt auch die Weihnachtszeit an. Das heißt in der Schule werden fleißig Weihnachtlieder gelernt und man kann die ersten Plastiktannen kaufen. Weiterhin haben wir auch schon einen Adventskranz.

Nur irgendwie möchte sich bei mir nicht die Weihnachtszeit einstellen. Das könnte an den knapp 40 Grad liegen.

 

Ich wünsche euch einen schönen ersten Advent.

 

Miagadogo Yoo

Lennard

 

 

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Kommentare

  1. 1. Sandra Kraus  |  09 Dezember 2016, 00:44

    Hallo Leni, es ist schön zwischendurch deinen Blog zu lesen und so zu hören das es dir gut gefällt :nachträglich alles gute zum Geburtstag ‚‰ŠLG sandra

  2. 2. Jutta Renner  |  02 Januar 2017, 13:56

    Lieber Lennard,

    habe soeben deinen ersten Brief gelesen und mich diverse Male auf dem Block rumgetrieben. Großes Kino, wirklich klasse, was du alles machst und wie du zurecht kommst. Ein Stück weit sind wir nun bei dir in Ghana und es tut immer gut von dir zu hören. Habe dich Weihnachten sehr in der Kirche vermisst, freue mich aber, dass es dir gut geht. Viel Spaß, weiterhin tolle Momente und Gottes reichen Segen wünscht dir von Herzen
    Jutta

 

 

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