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Nordenreise + Seminar

Autor: Lennard | Datum: 21 März 2017, 18:03 | 1 Kommentare

Blog Seminar und Nordenreise

 

Am 20.2.2017 haben wir (Rebekka und ich) uns zu unserem Zwischenseminar aufgemacht. (Wenn man eine Karte von Ghana öffnet, kann man die Reise besser verfolgen) (weiter)

 

Rundbrief 2

Autor: Lennard | Datum: 21 März 2017, 18:01 | 1 Kommentare

Liebe Leser,

 

 

der zweite Rundbrief steht an.

 

 

Wenn man sich an den letzten Brief erinnert, habe ich beschrieben, dass wir bald aus unserem Haus in eine Wohnung ziehen. Daraus ist bisher nicht geworden und ich glaube, dass daraus auch nichts mehr wird.

Aber das ist gar nicht schlimm, denn mittlerweile haben wir uns hier sehr gut eingelebt.

Trotzdem hat sich ein bisschen was verändert. Unser Mitbewohner Peter ist ausgezogen. Er wurde in seiner stelle in der Bank befördert und musste deshalb in einen anderen Ort umziehen. Das heißt, dass er noch manchmal am Wochenende vorbeischaut aber nicht oft da ist. Das macht manche Sachen, die bei einem Zusammenleben auftreten, einfacher.

Aber damit wir ihn wohl nicht vergessen, hat er uns kurz vor seiner Versetzung, einen kleinen Hund da gelassen.

Das war wohl ein lieb gemeintes Geschenk, was nicht ganz überdacht war. Der erste Problempunkt, war die Erziehung. Wo die meisten Deutschen einen Hund eher als weiteres Kind behandeln, werden hier Hund meistens als Wachhunde ausgebildet. Nachdem unsere Freunde aber verstanden haben, dass wir nicht wollen, dass der Hund ohne Grund geschlagen wird oder an einem Ohr hochgezogen wird, lief es ganz Gut. Bei anderen Punkten konnten wir uns nicht durchsetzen und so musste der Hund von Anfang an draußen schlafen.

Wir haben den Hund in einem alter von ca. 5 Wochen bekommen und er lebt jetzt seit zwei Monaten bei uns. Was er genau für eine Rasse ist wissen wir nicht.

Weiterhin haben wir uns mit Peter geeinigt, dass es offiziell sein Hund ist (in den Papieren steht sein Name) und er den Hund, wenn wir zurück kommen, weiterhin hat. Vielleicht möchte aber auch ein Freund von uns den Hund übernehmen.

Soviel zur Wohnsituation.

 

 

In der Schule hat sich nicht viel verändert. Ich unterrichte weiterhin Deutsch und Mathe in der vierten und fünften Klasse. Letzte Woche (7.2.2017) habe ich einen neuen Schüler in meiner vierten Klasse bekommen. Wenn die Schule einen neuen Schüler bekommt, ist das meistens nicht ganz einfach. Diese kommen nämlich von der normalen Government Schule. Da ich aber auf einer Privatschule unterrichte sind die Neuzugänge meisten viel weiter hinter im Unterrichtsstoff. Das liegt daran, dass in den Government Schulen zwischen 30-60 Kinder in einer Klasse sind und in meiner Klasse zum Beispiel nur sechs Kinder sind. Deshalb können sich die Lehrer in den Government Schulen gar nicht auf jeden einzelnen Schüler konzentrieren.

Mein Problem ist jetzt nur, dass der neue Schüler nur Ewe ( die Sprache der Region) spricht und sechs Kapitel hinter meinen anderen Schülern ist. Da muss ich mal schauen wie ich das meistere.

 

Weiterhin hat vor kurzem eine befreundete Lehrerin die Schule verlassen um mit Ihrem Studium zu beginnen. Bei mir an der Schule sind viele Lehrer nicht für den Lehrberuf ausgebildet. Es sind meistens junge Erwachsene, die gerade oder auch schon seit ein paar Jahren mit der Schule fertig sind und sich etwas Geld fürs Studium verdienen möchten. Im Grunde sind die Lehrer also oft auf meinem Wissensstand oder haben schon ein paar Jahre mehr Erfahrung im Unterrichten (Da sie mit den Sprachen aufwachsen, sind sie natürlich auch besser in Englisch und Ewe ;) ).

 

 

Beim Straßenkinderprojekt haben wir jetzt die Unterstützung von einer Hausmeisterin bekommen. Das ist ziemlich gut, da es jetzt eine weitere Person gibt die sich rund um die Uhr um die Kinder kümmern kann. Weiterhin kann Mama Olivia auch nicht mehr so viel machen wie früher.

In unser Anfangszeit, waren auch nicht so viel Kinder da. Mittlerweile ( wahrscheinlich durch die neue Regelmäßigkeit, die die Hausmeisterin bringt) sind wieder echt viele Kinder da und wir hatten letzte Woche die Ehre den Kindern ein Lied auf Ewe beizubringen. Wobei sie in der Aussprachen von Anfang an besser als wir waren ;).

 

 

Im Chor hat auch ein neues Kapitel angefangen, denn wir wurden jetzt offiziell „gerobt“ und dürfen die Chor Robe tragen. Das heißt für uns, dass wir jetzt nicht nur jeden Sonntag in der Kirche singen, sonder auch ab und zu Samstags auf Hochzeiten oder Beerdigungen sind. Weiterhin zieht der Chor ( nur die „gerobten“) am Anfang des Gottesdienst mit den Pastoren ein und zieht auch wieder als erstes mit den Pastoren wieder aus.

 

 

 

 

 

In letzter Zeit waren Rebekka und ich auch auf ein paar Beerdigungen und Hochzeiten. Das heißt nicht, dass wir jeden der gestorben ist oder der geheiratet hat persönlich kannten. Aber in der Volta Region ist es bei einer Beerdigungen zum Beispiel üblich, dass die ganze umliegende Nachbarschaft oder das ganze Dorf zu der Beerdigungen kommt und Anteilnahme zeigt. Wenn die betroffene Person auch noch irgendwann mal in einem Chor gesungen hat, kommt dieser auch noch.

So kam es, dass wir mit einem Freund und dem Chor zusammen zu einer Beerdigung in die Nähe von Peki gefahren sind. Nachdem wir angekommen sind, wurde erst mal der örtliche Chief (König) begrüßt.

Nach und nach trafen dann alle Leute aus der Umgebung ein.

Der Gottesdienst wurde draußen gefeiert, da die Kirche nicht so viele Menschen fassen kann. Es wurden Stühle in einem großen Viereck aufgestellt und in die Mitte wurde der Sarg getragen. Als soweit alle Stühle besetzt waren fing der Gottesdienst an. Während des Gottesdienst kamen dann immer noch mehr Leute die dann stehen mussten. Wenn man bedenkt, dass so ein Gottesdienst fünf Stunden dauert, ist dass bestimmt nicht die angenehmste Haltung. Während des Gottesdienst wurde viel gesungen und getanzt und insgesamt gleicht eine Beerdigung eher einer fröhlichen Feier.

Nach der Beerdigung werden dann alle Leute ( ich wurde es jetzt mal auf 400-500 Menschen schätzen) mit Essen und Getränken bewirtet. Das ist in unserer Region normal, da man wieder auf anderen Beerdigung bewirtet wird. Trotzdem ist dies wohl auch ein großes Problem, da nach den Informationen einer Ghanaischen Freundin, sich die Familien sehr hoch verschulden. Die engere Familie bleibt auch noch teilweise bis zu einem Monat bei der Familie, bei der ein Todesfall aufgetreten ist. Dies treibt die Kosten auch nochmal in die Höhe.

Wenn die Familie reich ist, baut Sie für den verstorbenen auch noch,vor der Beerdigung ein Haus, um Prestige zu zeigen. Dadurch werden sehr viele Menschen nach ihrem Tod erst mal eingefroren, um zum Beispiel ein Haus zu bauen oder ein Termin zu finden an dem alle Familie Angehörigen zeit haben. So kommt es nicht selten vor, dass eine Person erst ein Jahr nach ihrem Tod begraben wird.

 

 

Weihnachten und Silvester

 

Weihnachten wird hier ziemlich genau so gefeiert, wie wir es auch aus Deutschland kennen. Es gab erst einen dreistündigen Gottesdienst auf Ewe. Anders als bei uns gab es pro Kirche nur einen Gottesdienst und der war auch nicht viel voller als sonst. Das liegt daran, dass jeder Gläubige sowieso jeden Sonntag in die Kirche geht und es dem entsprechend viele Kirchen gibt.

Danach steht normalerweise eine Familienfeier mit einem großen Essen an. Wir haben diese Zeit dann mit unserem Mitbewohner, dessen Freundin und einem weiterem Freund verbracht. Nichts besonders und natürlich nicht so schön wie in der eigenen Familie.

Eine Besonderheit hier in Ghana ist ,dass man schon vor Weihnachten und bis Ende Januar „Frohe Weihnachten“ wünscht. Das gleiche gilt auch für Silvester. Ich habe erst noch vor ein paar Tagen „ein Frohes neues Jahr“ gewünscht bekommen.

 

Silvester ist dafür hier komplett anders als in Deutschland. Anstatt das man sich mit Freunden trifft, etwas isst und trinkt und Feuerwerk anzündet, wird hier das neue Jahr in der Kirche gefeiert. Dieses Jahr ging der Gottesdienst von neun bis halb eins morgens, natürlich in Ewe. Normalerweise geht der Gottesdienst bis vier Uhr morgens, aber da dieses Jahr der nächste Tag wieder ein Sonntag war und an dem wieder ein Gottesdienst stattfindet, wurde dieses Jahr der Gottesdienst gekürzt. In der Kirche wurde dann viel getanzt und gesungen und so ins neue Jahr gefeiert. Dies ist ein sogenannter „Allnight service“ und die gibt es hier ziemlich häufig. Zum Beispiel um in den nächsten Monat zu feiern oder sogar nur in die nächste Woche. Diese Art wird nicht immer in jeder Kirche angeboten, aber zumindest immer mindestens in einer Kirche in Ho ( unserer Stadt).

Weiterhin lässt man sich auch extra für Weihnachten und Silvester etwas schneidern. Auf dem Foto sieht man mein „Weihnachtshemd“ , welches ich so nie wieder anziehen werde können.

 

Vielen Dank fürs lesen.

 

Miagadogo Yoo ( Auf wiedersehen)

 

Lennard

 

 

 

 

 

 

November

Autor: Lennard | Datum: 27 November 2016, 13:00 | 2 Kommentare

Was ist eigentlich im November so passiert?

LENNARD SCHREIB MAL WIEDER EINEN BLOG. (weiter)

 

Ausflug nach Peki

Autor: Lennard | Datum: 16 Oktober 2016, 14:47 | 0 Kommentare

Am Freitag den 14.10.16 sind Rebekka und ich zu unserem ersten kleinen Ausflug nach Peki aufgebrochen. Nach einer kleinen stärkung ging es mit dem Trotro ( kleiner, immer überfüllter, Bus ) los. (weiter)

 

Schule/ Straßenkinderprojekt

Autor: Lennard | Datum: 13 Oktober 2016, 19:07 | 0 Kommentare

Seit ca. drei Wochen kann man mich als  Mathe-, Deutsch Lehrer, Klettergerüst und Süßigkeitenautomat bezeichnen. Und damit meine ich nichts andres, als dass ich angefangen habe zu arbeiten. (weiter)

 

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